Ode an Kim Skott

 

 

 

Abschnitte, die ins Leere führen,

kann Kim gnadenlos aufspüren.

Kleine Hänger in dem Plott

schlägst du erbarmungslos tot.

 

Dir ist jedes Mittel recht,

zerpflückst Kapitel, wenn sie schlecht.

Du zerstörst all meine Szenen,

ach, was fließen mir die Tränen.

(aber erst, wenn ich wieder zu Hause bin!)

 

Im Text vorgreifen tu ich immer

nur die Enden sind noch schlimmer.

Widersprüchen bei den Figuren

verpasst du Entschlackungskuren.

 

Kims Rezi zwingt mich, dran zu bleiben,

ich kann immer besser schreiben.

Ändere Stellen ganz geschwind,

die mir früher nie aufgefallen sind ...

 

Deine Kritik haut mich vom Hocker,

die Kapitel fließen locker.

Meine Texte sind gerafft

und die Szenen stark gestrafft.

 

Hätt' ich deine Rezi nicht,

wär'n meine Zeilen ohne Licht,

meine Sätze schwer wie Blei,

jeder Absatz Einheitsbrei.

 

Alles ist mit Rotstift voll,

deine Arbeit, Kim, ist toll,

und auch wenn ich etwas läster,

ich bin heilfroh über dich, meine Schreibschwester!

(Und Danke auch noch für das süße Schweinhorn!.)

 

 

7 Autoren 7 Kräuter und viel Spaß

Es gab Geschichten über die ersten Marsianer, die Petersilie entdecken.

Ein Schiff, dass ohne Sauerampfer zum Sinken verurteilt war.

Zwei Waschbären und ein blaues Sternenkraut. Aschenputtel und der Kerbelzwerg.

Dr. Who, ein T-Shirt und Kresse.

Ein ungezogenes Fräulein Pimpernell. Schnittlauch und die große Liebe.

Im vollen Lokal der Grünen Soße lasen wir vor einem tollen Publikum. Danke an Meddi Müller von der ARS Autorengruppe für die Moderation. Und Danke an Kai Abicht und sein Servicepersonal für die reibungslose, kulinarische Leistung.

Hier ein Auszug aus meiner Kresse-Geschichte:

 Wie immer hat Laura alles voll im Griff“, sagte eine dunkle Stimme hinter mir. Ich drehte mich um. Ein winterweißer, schwerer Mann mit einem Dr. Who-Aufdruck meines Lieblingsdoktors auf dem Shirt sah an mir vorbei in den Garten.

Ich bin Norbert, Lauras Mann“, sagte er, ohne mir die Hand zu geben. „Der Matrose da unten ist deiner?“

 Ich grinste. Bei seiner unkonventionellen Art fühlte ich mich sofort wohl.

 Wie hat er es geschafft, dich rumzukriegen?“

 Kresse“, sagte ich.

 


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Nikki de Saint Phalle in den Opelvillen

Sonntägliches Kaffeetrinken bei Bernar Leston und Christine Thomas. Es gibt leckere, warme Zimtschnecken. Frisch gestärkt eilen wir zu der Ausstellung in den alten Opelvillen in Rüsselsheim. Heute sind Werke von Nikki de Saint Phalle zu sehen und ich bin sehr gespannt, wieviele Nanas sie in dem kleinen, aber exklusiven Rahmen ausgestellt haben. Aber die heutige Hauptattraktion ist für mich, dass ich unschuldig-weiße Nanas mit Farbbeuteln bewerfen darf.

Die Organisationsdame im Park ist ein bisschen zu besorgt, dass sich die Kinder beschmutzen könnten. Wenigstens darf ich als etwas groß geratenes Kind mitmachen. Andere Erwachsene scheinen nur auf diese Gelegenheit gewartet zu haben. Bald wird die am Baum hängende Nana von Groß und Klein bedonnert.

Die Ausstellung im Inneren des Gebäudes beinhaltet Bilder und Collagen und kleinere Skulpturen, Zeichnungen und Theateraufbauten. Kleine Tafeln liefern die Informationen dazu. Nikki de Saint hat eben nicht nur Nanas geschaffen. Sie fing mit dem Beschießen mit Farbbeuteln von Leinwänden und Holztafeln an. Die Gartenaktion war dafür eine schöne Remineszenz. Sehr gelungen! Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, in Rüsselsheim schöne Ausstellungen zu bewundern und mich mit Zimtschnecken vollzustopfen.

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