In Omnia Paratus


Erinnert sich jemand an die Folge Gilmore Girls, in der sie der Life and Death Brigade, der Geheimgesellschaft von Yale, auf der Spur ist? Sie wird von Logan in ein Glamping-Zeltlager entführt und springt, mit einem Regenschirm bewaffnet, von einer Brüstung. Das Hintok River Camp in Thailand am Hellfire Pass bietet genau dieses Feeling. Die Eindrücken am Soldatenfriedhof in Kanschanaburi waren ein wenig deprimierend und das ist das Richtige, um mich wieder aufzumuntern. Mein Zelt hat ein üppiges Bad mit offener Dusche. Ein dicker Frosch hüpft protestierend davon, als ich ihm mein flauschiges Handtuch entreiße und mich, darin eingewickelt, auf der hölzernen Terrasse entspanne.

36 Stufen führen hinab zum Natural Pool. Die aus dem Felsen gehauenen und von einem natürlichen Wasserfall gespeisten Becken werden von hochgewachsenen Bäumen beschattet. Ab und zu fällt eine reife Feige herunter, ein kleiner Snack für zwischendurch. Da der Rest unserer Reisegesellschaft aus Skandinaviern besteht, stimmen wir frohgemut das schöne Lied „Dänen lügen nicht“ an.

Das Abendessen wird am Lagerfeuer von den stets freundlichen, fröhlichen Thai serviert. Die Lichter in den Bäumen, die üppigen Speisen, das gute Chang-Bier und die exotischen Cocktails sorgen für romantische Wohlfühlatmosphäre. In der frischen Luft schlafe ich wie ein Baby.

One night in Bangkok

  Ein riesiges Schild an der Zufahrt zu Bangkok mahnt die Vorbeifahrenden, dass Buddha eine heilige Figur ist und nicht zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse herabgewürdigt werden darf. Wer ein Symbol Buddhas ohne den gebotenen Respekt behandelt, sei es, dass er eine Statue als Deko missbraucht oder sich gar ein Buddhatattoo stechen lässt, wird mit hohen Geldstrafen und Gefängnis bestraft. Ich finde keinen einzigen Laden, der religiöse Sinnbilder oder Buddhafiguren verkauft.
  Fußsohlen sind in Thailand verpönt. Es ist beleidigend, seine Sohlen, egal ob unabsichtlich oder absichtlich, ob bekleidet oder gar nackt, gegen Personen oder, völlig unmöglich, gegen Tempel, Buddhastatuen, Bildnisse der Königsfamilie zu richten (Geldstrafe, Gefängnis). Übereinandergeschlagene Beine sind deshalb nicht gerne gesehen.
  Die Mitglieder des Königshauses werden von allen Thailändern wie Familienangehörige geliebt und verehrt. Als der beliebte König Bumiphol 2016 nach über 70 Jahren Regentschaft verstarb, folgte ihm sein Sohn Maha Vajiralongkorn auf den Thron und erhält vom Volk die gleiche Ehrerbietung.
Das Wort „überdekoriert“ scheint im thailändischen Sprachgebrauch nicht zu existieren. Die tiefe Liebe zur Schönheit und die regelrechte Sucht nach Verschönerung treiben unglaubliche Blüten. Sogar die Müllwagen sind mit bunten Farben in prächtigen Mustern verziert. Die einfachsten Gegenstände werden in Kunstobjekte verwandelt und mit einem zusätzlichen Chichi versehen. Nix Ikea und nordisch-kühle Schlichtheit.

 

  Das Bedürfnis der Thailänder nach Ästhetik und Noblesse spiegelt sich auch in ihrem Umgang miteinander. Sie sind höflich, herzlich, geduldig und zugewandt. Ich habe im gesamten Urlaub keinen einzigen unfreundlichen, mies gelaunten Thai erlebt, obwohl etliche Farangs (Ausländer) Anlass dazu boten. Wenn ich einen Thailänder nach dem Weg frage, wird er/sie mehr als bemüht sein, mir zu antworten, sofern ich sehr freundlich bin. Die barsche Farangart hingegen ist ungeeignet, einen Einwohner zu motivieren. Sollte der Thai trotz gebotener Höflichkeit zögern, entschuldigt man sich für für die Störung und geht. Der Thai wird auch bei Unkenntnis versuchen, zu helfen, da sein Nichtwissen einen Gesichtsverlust bedeutet, den man ihm durch weitergehen ersparen kann - rasch und im hämmernden Rhythmus von One night in Bangkok .

Klüpfel&Kobr Herzblut

Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich mir dieses Buch als Rezensionsexemplar ausgesucht. Ich fragte die Damen an der Kasse höflich danach, musste eine Art Antrag ausfüllen und meine Mail-Adresse angeben und bekam dann mein Wunschexemplar zugeschickt. Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag. Die Kluftinger-Serie kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen und fand die Hauptfigur des Krimis, Kluftinger, mit Herbert Knaup super besetzt. Da ich den Film zuerst gesehen habe, kann sich mein Kopfkino natürlich schlecht jemand anderen vorstellen. Aber da der Schauspieler so gut passt, macht das nichts.

Zum Glück für meine Umwelt habe ich das Buch nicht in freier Wildbahn, also Café, Bahn o.ä. gelesen. Es gibt einige Szenen, da habe ich schallend gelacht. Das Buch hat 394 Seiten und nimmt im letzten Drittel ordentlich Fahrt auf. Die Lösung, who dunnit?, habe ich nicht vorher erraten. Alles blieb bis zur Auflösung schön im Dunkeln. Also Kriminaltechnisch ein amüsantes Lesevergnügen.Wenn, ja wenn da nicht das Privatleben des Kommissars wäre, dass immer mal wieder einen guten Teil der Geschichte ausmacht. Ja, der Krimi spielt in Bayern, ja, sogar in der Provinz. Aber müssen die Autoren deshalb solch ein antiquiertes, 70-er Jahre Frauen- und Familienbild vermitteln? Hallo Jungs! Aufwachen! Es ist 2018 und sorgt mal dafür, dass die Sandy als vollwertiges Mitglied der Kripo behandelt wird und was interessantes zu tun bekommt.

In Omnia Paratus


Erinnert sich jemand an die Folge Gilmore Girls, in der sie der Life and Death Brigade, der Geheimgesellschaft von Yale, auf der Spur ist? Sie wird von Logan in ein Glamping-Zeltlager entführt und springt, mit einem Regenschirm bewaffnet, von einer Brüstung. Das Hintok River Camp in Thailand am Hellfire Pass bietet genau dieses Feeling. Die Eindrücken am Soldatenfriedhof in Kanschanaburi waren ein wenig deprimierend und das ist das Richtige, um mich wieder aufzumuntern. Mein Zelt hat ein üppiges Bad mit offener Dusche. Ein dicker Frosch hüpft protestierend davon, als ich ihm mein flauschiges Handtuch entreiße und mich, darin eingewickelt, auf der hölzernen Terrasse entspanne.

36 Stufen führen hinab zum Natural Pool. Die aus dem Felsen gehauenen und von einem natürlichen Wasserfall gespeisten Becken werden von hochgewachsenen Bäumen beschattet. Ab und zu fällt eine reife Feige herunter, ein kleiner Snack für zwischendurch. Da der Rest unserer Reisegesellschaft aus Skandinaviern besteht, stimmen wir frohgemut das schöne Lied „Dänen lügen nicht“ an.

Das Abendessen wird am Lagerfeuer von den stets freundlichen, fröhlichen Thai serviert. Die Lichter in den Bäumen, die üppigen Speisen, das gute Chang-Bier und die exotischen Cocktails sorgen für romantische Wohlfühlatmosphäre. In der frischen Luft schlafe ich wie ein Baby.

One night in Bangkok

  Ein riesiges Schild an der Zufahrt zu Bangkok mahnt die Vorbeifahrenden, dass Buddha eine heilige Figur ist und nicht zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse herabgewürdigt werden darf. Wer ein Symbol Buddhas ohne den gebotenen Respekt behandelt, sei es, dass er eine Statue als Deko missbraucht oder sich gar ein Buddhatattoo stechen lässt, wird mit hohen Geldstrafen und Gefängnis bestraft. Ich finde keinen einzigen Laden, der religiöse Sinnbilder oder Buddhafiguren verkauft.
  Fußsohlen sind in Thailand verpönt. Es ist beleidigend, seine Sohlen, egal ob unabsichtlich oder absichtlich, ob bekleidet oder gar nackt, gegen Personen oder, völlig unmöglich, gegen Tempel, Buddhastatuen, Bildnisse der Königsfamilie zu richten (Geldstrafe, Gefängnis). Übereinandergeschlagene Beine sind deshalb nicht gerne gesehen.
  Die Mitglieder des Königshauses werden von allen Thailändern wie Familienangehörige geliebt und verehrt. Als der beliebte König Bumiphol 2016 nach über 70 Jahren Regentschaft verstarb, folgte ihm sein Sohn Maha Vajiralongkorn auf den Thron und erhält vom Volk die gleiche Ehrerbietung.
Das Wort „überdekoriert“ scheint im thailändischen Sprachgebrauch nicht zu existieren. Die tiefe Liebe zur Schönheit und die regelrechte Sucht nach Verschönerung treiben unglaubliche Blüten. Sogar die Müllwagen sind mit bunten Farben in prächtigen Mustern verziert. Die einfachsten Gegenstände werden in Kunstobjekte verwandelt und mit einem zusätzlichen Chichi versehen. Nix Ikea und nordisch-kühle Schlichtheit.

 

  Das Bedürfnis der Thailänder nach Ästhetik und Noblesse spiegelt sich auch in ihrem Umgang miteinander. Sie sind höflich, herzlich, geduldig und zugewandt. Ich habe im gesamten Urlaub keinen einzigen unfreundlichen, mies gelaunten Thai erlebt, obwohl etliche Farangs (Ausländer) Anlass dazu boten. Wenn ich einen Thailänder nach dem Weg frage, wird er/sie mehr als bemüht sein, mir zu antworten, sofern ich sehr freundlich bin. Die barsche Farangart hingegen ist ungeeignet, einen Einwohner zu motivieren. Sollte der Thai trotz gebotener Höflichkeit zögern, entschuldigt man sich für für die Störung und geht. Der Thai wird auch bei Unkenntnis versuchen, zu helfen, da sein Nichtwissen einen Gesichtsverlust bedeutet, den man ihm durch weitergehen ersparen kann - rasch und im hämmernden Rhythmus von One night in Bangkok .

Klüpfel&Kobr Herzblut

Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich mir dieses Buch als Rezensionsexemplar ausgesucht. Ich fragte die Damen an der Kasse höflich danach, musste eine Art Antrag ausfüllen und meine Mail-Adresse angeben und bekam dann mein Wunschexemplar zugeschickt. Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag. Die Kluftinger-Serie kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen und fand die Hauptfigur des Krimis, Kluftinger, mit Herbert Knaup super besetzt. Da ich den Film zuerst gesehen habe, kann sich mein Kopfkino natürlich schlecht jemand anderen vorstellen. Aber da der Schauspieler so gut passt, macht das nichts.

Zum Glück für meine Umwelt habe ich das Buch nicht in freier Wildbahn, also Café, Bahn o.ä. gelesen. Es gibt einige Szenen, da habe ich schallend gelacht. Das Buch hat 394 Seiten und nimmt im letzten Drittel ordentlich Fahrt auf. Die Lösung, who dunnit?, habe ich nicht vorher erraten. Alles blieb bis zur Auflösung schön im Dunkeln. Also Kriminaltechnisch ein amüsantes Lesevergnügen.Wenn, ja wenn da nicht das Privatleben des Kommissars wäre, dass immer mal wieder einen guten Teil der Geschichte ausmacht. Ja, der Krimi spielt in Bayern, ja, sogar in der Provinz. Aber müssen die Autoren deshalb solch ein antiquiertes, 70-er Jahre Frauen- und Familienbild vermitteln? Hallo Jungs! Aufwachen! Es ist 2018 und sorgt mal dafür, dass die Sandy als vollwertiges Mitglied der Kripo behandelt wird und was interessantes zu tun bekommt.

In Omnia Paratus


Erinnert sich jemand an die Folge Gilmore Girls, in der sie der Life and Death Brigade, der Geheimgesellschaft von Yale, auf der Spur ist? Sie wird von Logan in ein Glamping-Zeltlager entführt und springt, mit einem Regenschirm bewaffnet, von einer Brüstung. Das Hintok River Camp in Thailand am Hellfire Pass bietet genau dieses Feeling. Die Eindrücken am Soldatenfriedhof in Kanschanaburi waren ein wenig deprimierend und das ist das Richtige, um mich wieder aufzumuntern. Mein Zelt hat ein üppiges Bad mit offener Dusche. Ein dicker Frosch hüpft protestierend davon, als ich ihm mein flauschiges Handtuch entreiße und mich, darin eingewickelt, auf der hölzernen Terrasse entspanne.

36 Stufen führen hinab zum Natural Pool. Die aus dem Felsen gehauenen und von einem natürlichen Wasserfall gespeisten Becken werden von hochgewachsenen Bäumen beschattet. Ab und zu fällt eine reife Feige herunter, ein kleiner Snack für zwischendurch. Da der Rest unserer Reisegesellschaft aus Skandinaviern besteht, stimmen wir frohgemut das schöne Lied „Dänen lügen nicht“ an.

Das Abendessen wird am Lagerfeuer von den stets freundlichen, fröhlichen Thai serviert. Die Lichter in den Bäumen, die üppigen Speisen, das gute Chang-Bier und die exotischen Cocktails sorgen für romantische Wohlfühlatmosphäre. In der frischen Luft schlafe ich wie ein Baby.

One night in Bangkok

  Ein riesiges Schild an der Zufahrt zu Bangkok mahnt die Vorbeifahrenden, dass Buddha eine heilige Figur ist und nicht zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse herabgewürdigt werden darf. Wer ein Symbol Buddhas ohne den gebotenen Respekt behandelt, sei es, dass er eine Statue als Deko missbraucht oder sich gar ein Buddhatattoo stechen lässt, wird mit hohen Geldstrafen und Gefängnis bestraft. Ich finde keinen einzigen Laden, der religiöse Sinnbilder oder Buddhafiguren verkauft.
  Fußsohlen sind in Thailand verpönt. Es ist beleidigend, seine Sohlen, egal ob unabsichtlich oder absichtlich, ob bekleidet oder gar nackt, gegen Personen oder, völlig unmöglich, gegen Tempel, Buddhastatuen, Bildnisse der Königsfamilie zu richten (Geldstrafe, Gefängnis). Übereinandergeschlagene Beine sind deshalb nicht gerne gesehen.
  Die Mitglieder des Königshauses werden von allen Thailändern wie Familienangehörige geliebt und verehrt. Als der beliebte König Bumiphol 2016 nach über 70 Jahren Regentschaft verstarb, folgte ihm sein Sohn Maha Vajiralongkorn auf den Thron und erhält vom Volk die gleiche Ehrerbietung.
Das Wort „überdekoriert“ scheint im thailändischen Sprachgebrauch nicht zu existieren. Die tiefe Liebe zur Schönheit und die regelrechte Sucht nach Verschönerung treiben unglaubliche Blüten. Sogar die Müllwagen sind mit bunten Farben in prächtigen Mustern verziert. Die einfachsten Gegenstände werden in Kunstobjekte verwandelt und mit einem zusätzlichen Chichi versehen. Nix Ikea und nordisch-kühle Schlichtheit.

 

  Das Bedürfnis der Thailänder nach Ästhetik und Noblesse spiegelt sich auch in ihrem Umgang miteinander. Sie sind höflich, herzlich, geduldig und zugewandt. Ich habe im gesamten Urlaub keinen einzigen unfreundlichen, mies gelaunten Thai erlebt, obwohl etliche Farangs (Ausländer) Anlass dazu boten. Wenn ich einen Thailänder nach dem Weg frage, wird er/sie mehr als bemüht sein, mir zu antworten, sofern ich sehr freundlich bin. Die barsche Farangart hingegen ist ungeeignet, einen Einwohner zu motivieren. Sollte der Thai trotz gebotener Höflichkeit zögern, entschuldigt man sich für für die Störung und geht. Der Thai wird auch bei Unkenntnis versuchen, zu helfen, da sein Nichtwissen einen Gesichtsverlust bedeutet, den man ihm durch weitergehen ersparen kann - rasch und im hämmernden Rhythmus von One night in Bangkok .

Klüpfel&Kobr Herzblut

Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich mir dieses Buch als Rezensionsexemplar ausgesucht. Ich fragte die Damen an der Kasse höflich danach, musste eine Art Antrag ausfüllen und meine Mail-Adresse angeben und bekam dann mein Wunschexemplar zugeschickt. Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag. Die Kluftinger-Serie kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen und fand die Hauptfigur des Krimis, Kluftinger, mit Herbert Knaup super besetzt. Da ich den Film zuerst gesehen habe, kann sich mein Kopfkino natürlich schlecht jemand anderen vorstellen. Aber da der Schauspieler so gut passt, macht das nichts.

Zum Glück für meine Umwelt habe ich das Buch nicht in freier Wildbahn, also Café, Bahn o.ä. gelesen. Es gibt einige Szenen, da habe ich schallend gelacht. Das Buch hat 394 Seiten und nimmt im letzten Drittel ordentlich Fahrt auf. Die Lösung, who dunnit?, habe ich nicht vorher erraten. Alles blieb bis zur Auflösung schön im Dunkeln. Also Kriminaltechnisch ein amüsantes Lesevergnügen.Wenn, ja wenn da nicht das Privatleben des Kommissars wäre, dass immer mal wieder einen guten Teil der Geschichte ausmacht. Ja, der Krimi spielt in Bayern, ja, sogar in der Provinz. Aber müssen die Autoren deshalb solch ein antiquiertes, 70-er Jahre Frauen- und Familienbild vermitteln? Hallo Jungs! Aufwachen! Es ist 2018 und sorgt mal dafür, dass die Sandy als vollwertiges Mitglied der Kripo behandelt wird und was interessantes zu tun bekommt.